The Children:

Wie oft kommt es vor, dass den Zuschauern Hollywood Filme durch Werbung schmackhaft gemacht werden, doch nach dem Kinobesuch, die Enttäuschung groß ist?!
Viel zu oft!!! Vielleicht sollte die Filmindustrie auch etwas mehr für die B-Movies tun, damit auch gute Geschichten mit wenig Budget Aufmerksamkeit bekommen. Paranormal Activity bekam diese Aufmerksamkeit, hatte Erfolg und ist wohl der erfolgreichste B-Movie aller Zeiten geworden.
Um euch ein Bild machen zu können, hier ein paar Zahlen:
Paranormal Activity hatte Produktionskosten von 15.000 Dollar.
Am ersten Wochenende spielte der Streifen, nur in Amerika, 19,6 Mio Dollar ein.
Heute hat der Film knapp 193 Millionen Dollar Gewinn gemacht und damit sogar Hollywoodstreifen wie aus dem Nichts überrollt.
Mein Tipp: Schaut euch ab und zu Mal ein B-Movie an und setzt eure Erwartungen nicht zu hoch an, denn nur dann können auch unbekanntere Filme überraschen.
Wie wärs denn mit The Children …

Zur Story:
Um richtig in Weihnachtsstimmung zu kommen, treffen sich zwei befreundete Familien in einem kleinen, eingeschneiten Landhaus. Mit einer ganzen Rasselbande im Gepäck, wollen die Eltern den Kleinen, ein wunderschönes Weihnachtsfest bescheren. Dies gelingt der Familie bis auf weiteres gut.Plötzlich zeigen die Kinder ungeahnte Aggressionen, welche
von Stunde zu Stunde schlimmer werden. Diese lassen sie an den Eltern auf brutale Art und Weise aus, ohne Rücksicht auf Verluste.

Zum Film:
Ich fand diesen Film in den Regalen unserer Videothek und das ansprechende Cover blitzte mir sofort ins Auge. Nachdem ich mir die Story genau durchgelesen hatte, entschied ich mich, auch auf Grund der guten Kritik auf der Rückseite, den Film auszuleihen. Zuhause angekommen, schob ich die DVD sofort in den Player und machte mir, Dank Popcorn und Cola, einen gemütlichen Abend. Als der Streifen begann, sah ich, anhand der Kamera, dass es sich hier wirklich um einen B-Movie handelt. Etwas skeptisch verfolgte ich die ersten 30 Minuten, die hauptsächlich die Ankuft der Familien und deren Unternehmungen mit den Kindern zeigte. Plötztlich änderte sich die gesamte liebevoll aufgebaute Stimmung zum brutalen Thriller mit düsterer Atmosphäre. Gespannt verfolgte ich die guten Tricks und die gelungene Story. Dank nicht all zu hoch gesetzter Erwartung, überraschte mich sogar das Ende und ich war nach den 82 Minuten, mehr als überzeugt. Die meisten Schauspieler machten ihre Sache gut, besonders Hannah Tointon schaffte es durch ihre Emotionen, richtig Stimmung in den Film zu bringen. Sie war auf jeden Fall eine Bereicherung, da der ein oder andere Darsteller eindeutiger Amateur war.
Die Tricks sind sehr gut geworden und auch die Story wurde gut umgesetzt. Schade ist nur, dass der GRUND der plötzlichen Aggressionen der Kinder, nur ganz kurz angedeutet wird. Damit stehen viele Zuschauer nach dem Film noch immer im Dunkeln.

Fazit:
Für mich ist „The Children“ ein sehr gelungener B-Movie, den jeder Horror/Thriller Fan
sich ansehen sollte. Zwar brauch der Film ca. 30 Minuten, bis es richtig los geht, doch ist die restliche Zeit, mit Spannung und Action, gut ausgefüllt. Die blutigen Szenen sind nicht zu hart und können trotzdem überzeugen. Uncut sollte es aber auf jeden Fall sein, denn zu wenig Blut, würde diesen Film extrem schwächen. Was mich fasziniert hat: Stellt euch einfach Mal vor, ihr hättet ein 5 jähriges Kind, welches  auf euch los geht und töten möchte. Wie würdet ihr reagieren??? Diese Frage wird euch nicht nur WÄHREND DEM FILM, sondern auch nach dem abschalten beschäftigen 🙂

FSK: 18

65 % / 100 %

 

 

Advertisements