The Town:
Filme die mehrere Themen bearbeiten, sind meistens schlecht umgesetzt oder einfach zu zäh. Die Mischung aus Horror und Liebesgeschichte, geht z.B. Mal überhaupt nicht, wurde  Gott sei Dank auch nicht wirklich oft versucht. Bei „The Town“ handelt es sich um Action, Lovestory und Thriller, doch ob diese gefährliche Mischung überzeugen konnte ..

Zur Story:
Doug MacRay ist der „Kopf“ einer skrupellosen Bankräuberbande und durch seine schwierige Herkunft in Charlestown bekannt und gefürchtet. Da er kaum Emotionen zulässt, bindet er sich an keine Menschen und hat damit nicht viel zu verlieren. Als er eines Tages mit seiner maskierten Gang eine Bank ausraubt, nimmt er die junge Claire Keesey als Geisel, lässt sie aber schon bald wieder frei. Probleme gibt es erst, als sie heraus finden, dass die junge Geisel um die Ecke wohnt. Sofort macht sich Doug auf den Weg, Claire aufzuspüren um nach dem Rechten zu sehen, doch verliebt er sich und steht zwischen krimineller Laufbahn und der einzigen Frau, der er sich öffnet ..

Zum Film:
Man kann Ben Affleck schlecht reden wie man will, seine Art kritisieren und seine Rollen negativ bewerten, doch kümmert mich dies bei einem Film recht wenig, solange der Schauspieler seinen Job gut macht. Er ist ein guter und überzeugender Schauspieler, der Charaktere spielt, die eben nicht jedermanns Sache sind. Ein harter aber emotionaler Traummann der zwischen Gewalt und Gefühlen hin und her gerissen ist. So war es in Pearl Harbor, Armageddon und auch hier. „The Town“ kupfert an einigen Stellen vom alten Klassiker „Heat“ ab, stellt aber die im Vergleich etwas wenigeren Situationen und Überfälle Actionreicher dar. Die Story wird nicht wie in vielen anderen Filmen nur zu Beginn beschrieben, sondern baut sich im Laufe des gesamten Films immer mehr auf, auch wenn dies an einigen Stellen etwas vorhersehbar wirkt. Atmosphärisch ist der Streifen eine Wucht, denn er vermittelt uns die düstere und graue Welt der Gang so hervorragen, dass man sie sogar im Wohnzimmer spüren kann. Leider kann sich der Film aber nicht entscheiden, welche Bahn er nun einschlagen möchte und so wankt er immer zwischen Liebesgeschichte und Actionstreifen hin und her und dies über den gesamten Film. Die FSK 16 ist wegen der guten und brutalen Action absolut gerechtfertigt, sollte auch wirklich berücksichtigt werden, denn Kopfschüsse und wilde Schlägereien sind vorprogrammiert. Leider gibt es den „Extended Cut“ nur auf der englischen DVD und so bleiben uns viele Hintergründe und Informationen, die den Film noch mehr aufpeppen würden, enthalten. Schade, dass die Filmindustrie immer an den falschen Stellen und Filmen schneiden und krtitisieren muss.

Fazit:
Viele vergleichen „The Town“ mit „Heat“, denn in beiden Filmen handelt es sich um klasse Schauspieler und einer teilweise nahelegenden Story. Mir hat der Streifen gut gefallen, denn ich wurde 120 Minuten lang toll unterhalten und war durch meiner geringen Erwartung kein bisschen Enttäuscht. Wir haben hier zwar keinen Blockbuster, doch einen Actionreichen und Emotionalen Thriller. 🙂

FSK:16

70 % / 100 %

Bilder von Amazon

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