Drive:

Wieder ein billiger Versuch an Filme wie „Fast and the Furios“ ran zu kommen, oder steckt hinter dem Titel „Drive“ doch mehr als man denkt?! ..

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Zur Story:

Er ist ein geheimnisvoller, ruhiger und wortkarger Mann, der trotz seiner scheinbaren Schüchternheit, nett und sympathisch wirkt. Tagsüber arbeitet er in einer Autowerkstatt, oder spielt Stuntman, doch Nachts ist er “Driver”. Er ist der Mann, der gerufen wird wenn man einen Fluchtwagen nach einem Überfall in Sicherheit bringen soll. Als er seine hübsche Nachbarin kennen lernt verliebt er sich in Sie, doch ahnt er nicht, dass Ihr Mann aus dem Knast kommt und damit die Familie wieder vereint sein wird. Dass er sich weiterhin um die Sicherheit seiner großen Liebe kümmert ist für ihn selbstverständlich, doch geht er dabei auf einen Deal ein der schwere Folgen mit sich bringt .

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Zum Film:

Ich hatte hohe Erwartung an diesen Film, der allein schon durch seinen Soundtrack mich vom Hocker riss. Im 80 er Jahre Stil zeigt sich nicht nur die Musik, sondern auch die optische Darstellung von Driver, der von Ryan Gosling, gespielt wird. Wer mit der Vorstellung eines „Fast and the Furios“ Films an „Drive“ ran geht, wird wohl nicht nur bitter enttäuscht werden, sondern auch nach 30 Minuten abschalten. Ich möchte den Streifen nicht wie viele andere Leute als Blockbuster bezeichnen, denn das ist er meiner Meinung nach auf keinen Fall. Dies liegt aber nicht daran, dass der Film schlecht ist, sondern daran, dass „Drive“ überhaupt kein Blockbuster sein möchte und seine Linie von Anfang bis Ende durch zieht. Die Handlung ist überschaubar, doch durch grandiose Schauspieler und einer so erdrückenden Atmosphäre fesselnd wie kaum eine andere. Der Streifen macht von Beginn an klar, dass er keine großen Gespräche bzw. Worte benötigt um zu überzeugen, viel mehr bleibt der Zuschauer durch den wortkargen Drive, allein gelassen, ja fast schon verloren im Geschehen. Nicht wie in den meisten Hollywood-Filmen wird jede kleinste Szene mit Musik unterlegt. Der Zuschauer verfolgt das Geschehen gespannt, möchte oft selbst  eingreifen und mit reden, doch merkt er schnell, dass er auf dem Sofa sitzt und einfach nur mit gerissen wurde. Das ein Film nur durch Mimik, wortkarge Gespräche und tollen Bildern so überzeugen kann, liegt an den tollen Schauspielern, die meiner Meinung nach ALLE eine Oscar-Nominierung verdient hätten. Die leider wenigen Actionszenen sind unheimlich blutig, doch toll gefilmt. Hier haben wir aber auch den einzigen Schwachpunkt von „Drive“. Selbst wenn Atmosphäre und Darstellung unfassbar gut sind, bleibt das Verlangen nach Action und die kommt einfach zu kurz, da die Erwartungen nach den ersten fesselnden 5 Minuten noch höher sind. Dass das Ende dann innerhalb von 10 Minuten abgeschlossen ist wirft den Zuschauer etwas aus seinem Bann und lässt die Frage aufkommen: „Warum so kurz“ ?

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Fazit:

Ich bin ein leidenschaftlicher DVD-Sammler und Kenner, habe unzählige Filme gesehen und kann behaupten, dass ich diese Art Action/Thriller noch nie in meinem Leben zu Gesicht bekam. Es gibt hunderte Dramen, Liebesfilme usw. die krampfhaft versuchen eine verloren und erdrückende Stimmung zu schaffen, doch ist es keinem so gut gelungen wie „Drive“. Die Action kommt dabei leider zu kurz und auch das Ende ist einfach zu schnell. Dafür gibt es leider Abzüge, doch bleibt mir zum Schluß ein unfassbarer Film, der sich Dank grandiosen Schauspielern, Bildern und einem geilen Soundtrack jetzt schon zu einem Klassiker entwickelt hat!!! Absolute Empfehlung!!

ACHTUNG: KEIN Film um mit Freunden einen spaßigen Abend zu haben, er dient viel mehr zum Kopf abschalten und fesseln lassen.

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FSK: 18

80 % / 100 %

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