Alan Wake:

Als großer Fan von Horror/Thriller Filmen, war es ein großer Schritt für mich, ein Spiel aus diesem Genre auszulwählen, denn nach einigen Fehlgriffen im Bereich Horror kostete mich dieser Kauf eine gewisse Überwindung. Dank guter Rückmeldungen und Bewertungen entschied ich mich für den Kauf einer „Special Edition“ von Alan Wake ( wenn schon denn schon ). Der Preis von 29,95 Euro konnte sich dabei gut sehen lassen. Leider spielte mein PC dabei nicht wirklich mit, denn trotz der erfüllten Vorraussetzungen  verpixelte mein Spiel immer wieder und machten das ganze zu einem Krampf. Dank diesem Spiel entschied ich mich dann endlich für den Kauf eines richtigen Gamer-PC’s, aber das nur nebenbei 😉

Zur Story:

Alan Wake ist ein bekannter und erfolgreicher Thriller-Autor, der unter starken Schlafstörungen und Schreibblockaden leidet. Um sich etwas von Stress und Altag abzulenken entscheidet er sich für einen Urlaub mit seiner Frau Alice im kleinen aber beschaulichen  Bright Falls. Nach einer mysteriösen Schlüsselübergabe verschwindet Alice in der gemieteten Hütte die, nach dem Alan erwacht, ebenso verschwunden ist. Dabei muss er feststellen, dass die Gegend von Dunkelheit beherrscht wird, die nicht nur Gegenstände, sondern auch Menschen in ihrem Bann hält. Mit einer Taschenlampe und einem Revolver bewaffnet, macht er sich auf die Suche nach Alice und kommt hinter ein wirres und schockierendes Geheimniss. Nach und nach findet er immer wieder Manuskripte die von einem seiner Bücher stammen, doch kann er sich nicht erinnern von welchem. Kurz darauf werden die  darauf beschriebenen Ereignisse wirklichkeit und Alan kämpft sich durch seine eigene Geschichte, doch was hat Alice mit dieser zu tun?!

Zum Spiel:

Das Spiel wurde im Jahr 2010 schon auf Konsole released, doch folgte eine PC-Veröffentlichung erst im Februar 2012. Die Grafik wurde dabei überarbeitet, um den Anspruchen heutiger Gamer gerecht zu werden. Dies mit Erfolg, denn „Alan Wake“ ist ein extrem düsterer und erdrückender Third-Person-Shooter, der sich von den üblichen Spielen absetzt. Visuell grandios in Szene gesetzt bietet das Spiel ein Augenschmauß für Gamer, die auf Farben – und Licht- Spiele stehen und dabei einen gewissen Grußel erwarten. Die Mischung aus Licht und Schatten ist wunderschön in Szene gesetzt und bietet von Beginn an eine fesselnde Stimmung. Das Gameplay ist einfach, da man nicht ständig in seinem 20 Platz Arsenal nach Waffen zu suchen hat. Der Spieler hat eine Leiste mit meistens 2 Waffen und Lichtequipment mit dem die Gegner erst von Dunkelheit befreit werden, um sie dann töten zu könne. Dabei haben die Gegner aber verschieden starke Besessenheiten die teilweise länger und kürzer Dauer. Schwierig ist dabei aber besonders darauf zu achten, viel Munition zu finden und Batterien!!! Ihr habt richtig gehört, denn ohne Batterien laufen die Taschenlampen nicht und ohne Taschenlampen können die Gegner nicht zerstört werden. Eine tolle Idee, die Hirnloses geballere verhindert und den Spieler taktisch Klug vorgehen lässt.

Extrem hervorheben möchte ich bei „Alan Wake“ aber die Story, die faszinierend, schockierend und fesselnd zugleich ist. Auch wenn die Actionsequenzen über das Spiel hin etwas eintönig werden, freut sich der Spieler immer auf die Zwischensequenzen, die dann einen kleinen Teil zum großen Storypuzzel beitragen aber niemals vorhersehbar sind. Wer sich viel Zeit lassen möchte, sollte sich die gefundenen Manuskripte durchlesen, denn dann erfahrt ihr nicht nur was auf euch zukommt, sondern ihr lest auch ein „Thriller-Buch“ im Spiel selbst. Eine tolle Idee die gut umgesetzt wurde. Das Ende war dann aber so verwirrend, dass ich nach dem Abspann noch 5 Minuten dagesessen bin um mir die Schlusssequenz nochmals durch den Kopf  gehen zu lassen. Auf Foren wollte ich dann mit diskutieren, denn der Schluss lässt sehr viel Spielraum für Eigeninterpretation, schließt aber das Game und die Story trotzdem ab und lässt dabei auf eine Fortsetzung hoffen. Unfassbar gut gemacht!!

Zusammenfassung:

Grafik: 7 / 10

Abzüge wegen den am Tag nicht so gut dargestellten Personen, wirken manchmal zu Computeranimiert

Atmosphäre: 10 / 10

Grandiose Stimmung und tolles feeling beim spielen. Teilweise mit etwas Grußel und Humor, toll gemischt.

Gameplay: 8 / 10

Nicht besonders anspruchsvoll und leicht spielbar, trotzdem tolle Bewegungen und Abläufe.

Story: 10 / 10

Die Handlung von „Alan Wake“ gehört wohl zu einer der spannendsten und Ideenreichsten. Ein kopfzerreissendes Ende ist der krönende Abschluss.

Spieldauer: 7 / 10

12 – 16 Stunden. Absolut ausreichend für dieses Spiel, denn Story und Action würden bei längerer Spieldauer den Spieler nur verwirren bzw. die Action zu eintönig machen.

Fazit:

„Alan Wake“ ist spannend, fesselnd und schockierend mit einer grandiosen Story und guter Grafik. Die Action kommt dabei nicht zu kurz, könnte aber für einige Spieler etwas eintönig werden. Die Idee die dahinter steckt ist wiederum klasse und lässt auf eine baldige Fortsetzung hoffen. Nicht nur für Gamer ein Muss, sondern auch für Leute die gerne Thriller Bücher oder Filme mögen. Die Zwischensequenzen sind wahnsinnig gut und auch der Beginn und das Ende von jedem einzelnen Kapitel wird wie in einer Serie dargestellt mit Abspann und Intro. Ich wurde toll unterhalten.

80 % / 100 %

FSK: 16

Bilder von Amazon

Advertisements