Resident Evil – Retribution:

Nach dem etwas enttäuschenden 4. Teil der Resident-Evil Reihe, waren meine Erwartungen an die Fortsetzung doch eher sachte. Kann sich die Horror-Reihe nochmals fangen?! ..

Zur Story:

Die letzte und einzige Hoffnung der Menschheit heißt Alice. Ohne einen sicheren Rückzugsort jagt die unerschrockene Heldin diejenigen, die für den Ausbruch der Seuche verantwortlich sind und sucht in der streng geheimen Umbrella-Schaltzentrale nach einer Lösung. Doch je tiefer Alice in das Gebäude und seine Geheimnisse eindringt, desto mehr offenbart sich ihr ihre eigene mysteriöse Vergangenheit. Ihre Jagd führt sie von Tokio über New York und Washington D.C. bis nach Moskau und gipfelt schließlich in einer erschreckenden Enthüllung, die sie zwingt, all das, was sie bisher als die Wahrheit angesehen hat, neu zu überdenken. Mit der Hilfe ihrer Freunde und neuen Verbündeten muss Alice ums nackte Überleben kämpfen. Die Welt steht am Abgrund und die Zeit läuft langsam ab…

Zum Film:

Dass Fortsetzungen meistens schlechter sein müssen als der erste Teil wird schon lange nicht mehr gesagt. Zu oft konnten sich Film-Reihen steigern und erhöhtes Potenzial aufweisen. Der Grund dafür?: Man versucht seiner Linie treu zu bleiben, die Story gut auszubauen aber dabei nicht zu übertreiben. Dies hatten auch die Macher von Resident Evil vor, setzten ihre Vorstellung absolut überzeugend und unterhaltsam um, doch trat mit dem Release von „Resident Evil – Afterlife“ genau das auf, was sie versuchten zu vermeiden. Aus einer Kompakten und festen Story entstand  ein Fantasy Actionabenteuer das auch den Titel „Die unendliche Geschichte“  verdient hätte. Mit dem 4. Teil verlor der Zuschauer einfach die gewisse Ernsthaftigkeit, denn wie können sich  bei einem fast ausgestorbenen Planeten, der vor wenigen Jahren noch normale Autos und Gebäude besaß, plötzlich hochentwickelte Maschinen  entwickeln. Konstruktionen die vielleicht in 150 Jahren möglich sind stehen auf einmal mitten in den Städten und aus den ursprünglich blutrünstigen Zombies sind nun fliegende und übernatürlich große Monster geworden. Auch im 5. Teil lässt die Story zu wünschen übrig, der Film zeigt sich wie die Spiele ( die ich liebe) sehr linear, lässt keine Emotionen zu und auch die Charaktere sind gedankenlos und  handeln alle wie gesteuert. Dass dem Zuschauer dann nur noch die Optik bleibt, ist nur ein kleiner Trost, zwar überzeugen die Actionszenen mit tollen Effekten und stellenweise guten Ideen, doch fehlt dem Ganzen einfach auch Atmosphäre, die der 4. Teil noch einigermaßen zu bieten hatte. Wie schon im Vorgänger finde ich den Bösewicht total schlecht besetzt, die Rolle ist sehr nervig, obwohl er nur wenige Minuten zu sehen ist. Schauspielerisch überzeugen konnte mich hier nur Jill, die von Sienna Guillory, gespielt wird, Milla musste den gesamten Film über kaum sprechen, sie sprang entweder nur durch die Luft oder sagte 2-3 einfache Worte. Dass nun noch ein 6. und damit letzter Teil  folgen soll freut mich ungemein, denn nun besteht die Chance, die etwas zu überdrehte Story zur Grundlage zurück zu führen und sie gut abzuschließen, bleibt nur die Frage ob dies gelingt.  Da die tollen Actionsequenzen  mit fesselndem Soundtrack unterlegt sind und Action reichlich vorhanden ist, wird der Zuschauer schließlich doch gut unterhalten, „Resident Evil-Fans“ könnte dies aber nicht reichen.

Fazit:

Wie befürchtet macht „Resident Evil – Retribution“ einen riesigen Fehler, denn statt an der starken und kompakten Story der ersten drei Teile fest zu halten, überdreht er das gesamte Geschehen mit übernatürlichen Wesen und einer unglaubwürdigen Entwicklung der Menschen die nur wenige Jahre nach dem Ausbruch der Seuche, hochentwickelte Maschinen entwickeln können. Milla, spielt ihre Actionrolle ganz ordentlich, spricht aber den gesamten Film über so gut wie klein Wort, was schon für die schwache Story spricht. Überzeugen konnte nur die gut inszenierte Action die reichlich vorhanden ist und dank gutem Soundtrack den Zuschauer unterhält. Im Vergleich zur Underworld-Reihe bleiben die Fortsetzungen von „Resident Evil“  ( seit dem 4. Teil )eine bis zu  zwei Klassen schlechtere Produktion. Schade, trotzdem kann man sich den Film ansehen denn er gehört zur Reihe

FSK: 16

55 % / 100 %

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