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Jack Reacher:

Ich mag Tom Cruise nicht besonders, trotzdem muss man zugeben, dass er einer der besten Schauspieler unserer Zeit ist. „Jack Reacher“ baut natürlich besonders darauf, weiß aber auch anders zu überzeugen ..

Zur Story:

Der Ex-Militärpolizist Jack Reacher hat eine hervorragende Ausbildung genossen. Ob im Nahkampf oder im Umgang mit der Schusswaffe, Jack Reacher ist eine fleischgewordene Kampfmaschine. Nach seiner Pensionierung zieht er ziellos durch die USA, um Verbrecher zur Strecke zu bringen. Dafür braucht er weder Beweise, noch Gerichtsbeschlüsse. Er ist ein moderner Rächer. Als in Indiana fünf Passanten erschossen werden, wird Jack Reacher auf ausdrücklichen Wunsch des Verdächtigten James Barr zu den Ermittlungen hinzugezogen. Die beiden sind ehemalige Kollegen und auch wenn Jack Reacher dem Verdächtigen die Tat zutraut, findet er eine Ungereimtheit: James Barr ist ausgebildeter Scharfschütze und hätte niemals so viele Spuren am Tatort hinterlassen.

Zum Film:

Gerade im Filmgeschäft muss man seine Sympathien gerecht verteilen, sei es in den verschiedenen Genre, den Produzenten oder den Schauspielern. Tom Cruise, zählt sicherlich nicht zu den beliebtesten Schauspielern Hollywoods, was allein an seiner Art bzw. seinem etwas unangenehmen Charakter liegt, doch muss man einfach zugeben, dass er einer der besten Schauspieler Hollywoods ist. Dies liegt nicht nur daran, dass er versucht all seine Stunts selbst auszuführen, sondern auch an der Tatsache, dass er überaus talentiert ist. Er schafft es einen ganzen Film auf seinen Schultern zu tragen, bei „Jack Reacher“ ist dies aber gar nicht nötig, denn der Streifen überzeugt auch auf andere Weise. Sehr ungewöhnlich ist, dass der Film von Anfang an klar stellt, wer für die Morde und das Chaos verantwortlich ist. Um aus dieser Sichtweise noch einen spannenden Action/Thriller inszenieren zu können, bedarf es an guten Ideen und tollen Schauspielern und genau das ist der Grund, warum solch ein Handlungsstrang heutzutage kaum in Betracht gezogen wird, denn es ist wirklich unheimlich schwer, Tom Cruise, Rosamund Pike und Richard Jenkins schaffen es aber durch ihre schauspielerische Leistung, einen durchweg spannenden und mit einigen Überraschungen besticken Film zu inszenieren. Besonders positiv hervorheben möchte ich, dass versucht wurde sowohl Action als auch Verfolgungsjagden durchgehend realistisch zu inszenieren. Es gibt keine explodierenden Autos die sich durch einen kleinen Zusammenprall 20 Mal überschlagen und auch die Faustkämpfe werden außerordentlich realistisch und stark dargestellt. Atmosphäre und Optik tragen den Zuschauer ohne Langeweile und Langatmigkeit über 2 Stunden Laufzeit und sorgen für tolle Unterhaltung, doch irgendwie hat mir eine Kleinigkeit gefehlt. Jack Reacher wird als hemmungsloser und harter „Rächer“ dargestellt, sorgt aber bei der langen Laufzeit nur für wenige solcher Momente, wenn man es genau nimmt, nur in 2 Szenen und eben dem Showdown zum Schluss. Ich finde man hätte seinen Charakter durch mehr solcher Aktionen wie in der Bar, um einiges wirksamer präsentieren können.

Fazit:

„Jack Reacher“ zeigt großen Mut, denn obwohl er von Beginn an klar stellt wer Böse ist, inszeniert er durch einige Wendungen einen durchgehend spannenden und unterhaltsamen Action/Thriller dank klasse Schauspielern, realistischer Action und einer tollen Atmosphäre. Kritisieren kann ich nur die etwas zu „liebe“ Darstellung des Charakters Jack Reacher, denn er wirkt nicht wirklich so hart und hemmungslos, wie man es dem Zuschauer verkaufen möchte. Trotzdem meine absolute Empfehlung!

FSK: 16

80 % / 100 %

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