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Far Cry:

Eigentlich wollte ich mir diese Kritik ersparen, doch ich denke auch dieser Film hat eine verdient …

Zur Story:

Seit Draufgänger Jack Carver seinen Dienst bei den Special Forces quittiert hat, führt er ein beschauliches Leben als Bootsführer für Touristen an der US-Westküste. Damit ist es jedoch vorbei, als die attraktive Journalistin Valerie auftaucht und ihn bittet, sie zu einer Militärinsel zu bringen. Sie ist die Nichte eines dort stationierten Colonel, der einem ungeheuren Geheimnis auf der Spur ist! Kaum an Land, wird Valerie allerdings sofort geschnappt und Jacks Boot in die Luft gesprengt. Er rettet sich in letzter Sekunde vor der Explosion – und gerät in ein gefährliches Abenteuer

Zum Film:

Es geschieht nicht oft, dass ich nach einem Films sprachlos da sitze und Gesehenes Revue passieren lasse. Kommt es aber zu solch einem Fall, liegt es meistens daran, dass ich geflasht, schockiert oder überrascht war, natürlich im positiven Sinne. „Far Cry“ schafft das Gegenteil. Folgendes möchte ich nochmals unterstreichen: Ich bin der Meinung, es gibt unheimlich viele unbekannte Regisseure und Drehbuchautoren, die großes Potenzial haben, dies aber nicht ganz ausschöpfen können, da ihnen die finanziellen Mittel und Schauspieler nicht zur Verfügung stehen, darum ist es nicht schlecht, ab und zu mal einen B-Movie anzusehen. Dass Uwe Boll, seit Jahren zu den schlechtesten Regisseuren im Filmgeschäft gehört ist längst kein Geheimnis mehr, wie er es aber trotzdem immer wieder schafft an Geld und Schauspieler für seine Filme zu kommen, ist mir ein Rätsel. Auch bei „Far Cry“ versagt sowohl das Drehbuch als auch die Schauspieler, obwohl ihm einige Nennenswerte zur Verfügung standen. Wie wichtig also ein guter Regisseur ist, zeigt uns Uwe Boll immer wieder auf eindrucksvolle Weise, denn er schafft es überwiegend talentierte und gute Schauspieler, wie Laie-Darsteller aussehen zu lassen. Die Action hat keine Dynamik, die Stunts sind vorhersehbar und zu keinem Augenblick überzeugend und auch der krampfhafte Versuch witzig Dialoge einzubringen, sinkt mit der Kulisse und dem Niveau. Es passiert nicht oft, dass ich nach wenigen Minuten das Bedürfnis habe, einen Film auszuschalten, „Far Cry“ schaffte dies wohl in Rekordzeit. Trotzdem versuchte ich positives aus dem Film zu ziehen und so quälte ich mich durch langatmige 91 Minuten. Am Ende taten mir Schauspieler wie Till Schweiger, Udo Kier und Ralf Möller leid, denn man merkte ihnen an, dass sie weder motiviert waren, noch Spaß an ihrem Job hatten. Für ihr Durchhaltevermögen und dem Versuch doch etwas Gutes aus dem Film zu gewinnen, gibt es ein paar Pünktchen.

Fazit:

Ich habe selten einen so schlechten Film wie „Far Cry“ gesehen. Die Story ist so dünn und undurchdacht, dass sich die unheimlich vielen Logikfehler nicht mal als das Schlimmste herauskristallisieren, denn dem Ganzen kann die langweilige Action noch die Krone aufsetzen. Dynamik, Tempo und gute Inszenierung sucht man hier vergebens. Die Schauspieler wirken unmotiviert und wollen ihren Job schnell hinter sich bringen, ich bin mir sicher, dass die meisten von ihnen das letzte Mal mit Uwe Boll, zusammen gearbeitet haben. Trotzdem verleihen sie dem Streifen wenigstens etwas Positives, denn die bekannten Gesichter sorgen dann doch für ein wenig Sympathie. Wenn ein Film keinen Wert auf Handlung legt, verstehe ich das, denn wie „The Expendables“ zeigt, kann man auch nur durch gute Action und Schauspieler unterhalten, wenn aber Beides nicht gegeben ist, hat nicht nur der Film ein großes Problem, sondern auch der Zuschauer. Reinfall…

FSK 16

20 % / 100 %

Anmerkung:

Wenn Leute nicht genau nachvollziehen können, warum ich den Film hier so zerreiße: Wenn diese Produktion von einem unbekannten, neuen Regisseure gedreht worden wäre, dem weder finanzielle Mittel noch die Erfahrung zur Verfügung stehen, hätte ich hier und da ein Auge zugedrückt. Da Uwe Boll, aber viele Jahre im Filmgeschäft tätig ist, müsste er doch langsam begriffen haben, worauf die Zuschauer Wert legen, immerhin hatte er namhafte Schauspieler im Gepäck. Es wird Zeit für einen neuen,Top Regisseur und ich bin mir sicher es gibt einige Gute, die nur auf etwas Aufmerksamkeit und eine Chance warten ..

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