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Pans Labyrinth:

Heute mal ein etwas älterer, aber auch überraschender Film. „Pans Labyrinth“ …

Zur Story:

1944. Die kleine Ofelia zieht mit ihrer hochschwangeren Mutter zu deren neuem Gatten in eine ländliche Gegend Nordspaniens. Der Stiefvater hat dort den Auftrag übernommen, im Jahr 1944 kurz nach General Francos Sieg, die republikanischen Rebellen zu bekämpfen. Seine Brutalität, Unberechenbarkeit und das schwere Verhältnis zu ihm lassen Ofelia in eine geheimnisvolle Fantasiewelt flüchten, welche von wundersamen, schaurigen und mythischen Fabelwesen bevölkert ist. In ihrem neu erschaffenen Kosmos findet das Mädchen nicht nur Zuflucht, sondern wird mit Ängsten und Träumen konfrontiert, welche ihr helfen, den Schrecken der Realität zu trotzen.

Zum Film:

Ich habe sehr viele positive Meldung zu „Pans Labyrinth“ gefunden, negative Ansichten waren dabei nur vereinzelt zu finden, obwohl es sich bei diesem Fantasy-Drama um einen sehr ungewöhnlichen und doch auch anspruchsvollen Streifen handelt. 2007 produziert, mit tollen Tricks und einer schönen Mischung aus Action, Fantasy und viel Emotionen. Der Film beginnt mit einem Märchenhaften Touch, wirkt stellenweise sehr kindlich, was aber tatsächlich so gewollt ist, denn umso hemmungsloser wirken damit die brutalen Szenen, die sich nicht nur in der realen Welt, sondern auch in Ofelias Fantasien abspielen. Dank toller Schauspieler schafft der Regisseur etwas, was es so noch nie gab: Der Zuschauer wird in den totalen Bann gezogen, kann sich toll in den Film hinein versetzen und weiß deshalb nie, ob sich das Geschehen nun wirklich in der realen oder der Fantasy-Welt abspielt. Dies liegt an der hervorragenden Inszenierung, denn es wurde versucht, den Film so realistisch wie möglich darzustellen. Kleines Beispiel: Wird jemand angeschossen, fliegt er nicht 10 Meter nach hinten oder fällt sofort zu Boden. Die Person sackt langsam zusammen was meistens in Echtzeit und Nahaufnahme geschieht. Je länger der Film geht, desto mehr verschmelzen die beiden Welten ineinander und der Zuschauer weiß nie genau, ob sich das Mädchen nun alles einbildet oder nicht. Hervorragend gemacht!!! Leider aber muss ich sagen, gab es in der Mitte des Films eine etwas längere Phase, die sich ausschließlich mit der Bekämpfung der republikanischen Rebellen beschäftigt. Dies führt dazu, dass der Zuschauer schnell aus dem Bann und der Vermischung der Welten gerissen wird. „Pans Labyrinth“ zeigt sich überraschend hart, so bekommen wir hemmungslose Schießereien und Prügeleien zu sehen, die oft sehr blutig und auch mal eklig enden. Die FSK 16 ist also absolut gerechtfertigt.

Fazit:

„Pans Labyrinth“ ist KEIN Kinderfilm! Er spielt mit dem Zuschauer, fesselt ihn und lässt ihn viel Erfahren, gleichzeitig aber genügend Platz für eigene Interpretation. Dank der tollen Schauspieler und der durchgehend sehr düsteren Atmosphäre, weiß der Zuseher mit zunehmender Laufzeit immer seltener, in welcher Welt er sich gerade befindet. Dies wurde hervorragend inszeniert und wird durch einen wunderschönen Soundtrack unterstrichen. Blut ist keine Mangelware, es gibt einige Schießereien, Prügeleien und Horrorelemente die für tolle Unterhaltung sorgen. Einziger Kritikpunkt: In der Mitte des Films entsteht eine längere Phase in der die Fantasiewelt ausgeschlossen wird, was den Zuschaue für kurze Zeit aus seinem Bann zieht. Kein Film für Jeden, man muss sich schön für dieses Genre faszinieren können. Ich fand ihn klasse!

FSK: 16

80 % / 100 %

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