Evil Angel:
Es gibt unfassbar viele Dämonen und so gut wie jeder hat einen Namen. Wenn man sich die Geschichten hinter jeder dieser Wesen anschaut, erkennt man wie unfassbar interessant das Thema eigentlich ist. So auch der Dämon Lillith … Zur Story:
Nicht Eva war Adams erste Frau. Zuerst schuf Gott neben Adam eine Frau Namens Lillith, die aber alles andere als unterwürfig war und auf keinen Fall einem Mann dienen wollte. Es wird auch erzählt, dass sie so dominant war, dass sie selbst beim Sex nur oben sitzen wollte, um nicht unterwürfig zu wirken. Als es zum Eklat zwischen den beiden kommt, spricht Lillith den geheimen Namens Gottes aus und fliegt kurz darauf davon. Alle bemühungen sie zurück zu holen scheitern und so zeugt sie Kinder mit einem Dämon namens Djinn. Als Bestrafung für ihre ungehorsamkeit, ließ Gott jeden Tag 100 ihrer Kinder töten. Nun ist sie zurück, um sich an allen Menschen zu rächen. Indem sie als Dämon von Körper zu Körper wandert, gewinnt sie nicht nur das Vertrauen von Marcus, der eine schwere Zeit durch macht, sondern auch von Zuhältern, Polizisten und Junckies.

Zum Film:
„Evil Angel“ hat zwar nur durchschnittliche Effekte, bietet aber eine überzeugende Handlung und tolle Schauspieler. Besonders gut gefällt mir die Vielseitige Story aus „Horror/Thriller/Drama“. Hier hat man sich wirklich viel Gedanken gemacht. Während wir uns Emotional mit der selbstmordgefährdeten Ehefrau von Marcus auseinander setzen, die zum einen Teil Mitleid versprüht aber durch ihre Affäre mit einem anderen Mann, alles andere als Sympathie erntet, treffen wir auf einige gute, brutale Einlagen die schockieren und überzeugen. Der richtige Horror-Kick bleibt aber aus, denn es sind einfach zu viele kleine Geschichten die oft wirr durcheinander erzählt werden und damit keinen Grußel zulassen. Der Film legt aber auch keinen großen Wert darauf und so fällt es dem Zuschauer leicht, ein Auge zu zudrücken. Was aber erwähnt werden muss, ist die zum Teil verwirrende Erzählung, denn gerade wenn man sich auf den Teil mit dem Dämon eingelassen hat, kommt schon wieder eine dramatische, emotionale Szene aus der Beziehung der Hauptcharakter. Kurz gesagt: Die Mischung ist zwar tolle Idee, aber nur teilweise überzeugend umgesetzt. Nach ca. 45 – 60 Minuten kommt eine ziemlich zähe und unspektakuläre Zeit, denn nur langsam wird die Geschichte aufgedeckt und dies anhand vieler Gespräche. Die letzten 20-25 Minuten sind dann aber wieder spannend und toll inszeniert. Das Ende lässt viel Spielraum für Fantasie, so kann sich dann jeder eine eigene Fortsetzung ausmalen. Die FSK 16 ist gerecht, wobei man sagen muss, das dies weniger am Horror, sondern viel mehr an 2 Szenen liegt, die einiges an Blut bereit halten

Fazit:
„Evil Angel“ hat eine gute Idee, ist sehr interessant und spannend und hat klasse Schauspieler. Weniger überzeugend fand ich die Mischung aus Horror, Drama und Thriller, die das gesamte Tempo durcheinander gewirbelt hat. Versteht mich nicht falsch, die Idee ist gut und die ersten 45 Minuten auch, doch dann verliert der Film seine Struktur. Die Effekte sind für Heute, nur durchschnittlich, denn nach Filmen wie „2012“, „Harry Potter“, „Avatar“ und „Inception“ sind wir eindeutig besseres gewohnt. Für einen netten DVD-Abend zu empfehlen. 🙂

65% / 100 %

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